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Wussten Sie eigentlich …

… dass Kultur alles das ist, was der Mensch macht und gestaltet? Dazu zählen auch unsere Sitten und Gebräuche, die Regeln des Miteinanders. Gute Normen machen Schule, schlechte aber eben auch.

Die Kultur des Miteinanders

In zunehmendem Maße wird im Arbeitsleben die Kluft zwischen den Generationen als Störgröße identifiziert. Laut einem Artikel in der FAZ führen manche junge Menschen im Arbeitsalltag nur widerwillig Telefonate. Das stört die Altvorderen. Der Grund dafür muss nicht Faulheit sein. Heute junge Menschen sind so sozialisiert, dass sie bei Handy-Telefonaten direkt das gewünschte Gegenüber erreichen. Ein Festnetzanruf hingegen kann unerwartete Gesprächspartner ergeben. Das aber verlangt soziale Kompetenz und Interaktionsgeschick, Skills, die längst nicht mehr jeder hat. Unsicherheiten und Widerstände sind also vorprogrammiert. Scheinbar selbstverständliche zwischenmenschliche Qualitäten im privaten und beruflichen Zusammenleben haben immer mehr ausgedient. Individuelle Logiken bewegen sich auf unterschiedlichen Umlaufbahnen. Eine gute Kultur des Miteinanders ist kein Selbstläufer, sondern liegt in der Verantwortung aller Beteiligten. Negative Interaktionskulturen zeigen sich häufig in intrigantem Verhalten, Egozentrismus, Ellenbogenmentalität, Misstrauen, unkontrollierten Emotionsausbrüchen, abwertendem Verhalten, Schuldzuweisungen, Vorwürfen und Kontaktabbrüchen. Dies ist nicht einfach nur der sozialen Unbedarftheit Einzelner geschuldet, sondern oft Resultat unklarer Abläufe und Zuständigkeiten, wie auch unerfüllter Erwartungen und Bedürfnisse. Wenn sich folglich immer mehr einigeln, wird es zwangsläufig stacheliger, negative Dynamiken werden zum Schaden aller unkontrollierbar. Verständnis, Ambiguitätstoleranz, Lernbereitschaft, Kollegialität, Vertrauen, Respekt, Wertschätzung, Zusammenhalt, kleine Aufmerksamkeiten, Achtsamkeit, Fehlertoleranz, konstruktives Feedback, Offenheit, Fairness, gegenseitige Unterstützung und Taktgefühl machen den Unterschied zwischen einem Miteinander oder Gegeneinander, einem Nebeneinander oder Füreinander. Die Leichtigkeit des Seins im Sozialkontakt ist ganz oft Resultat gezielter Maßnahmen. Es gilt eine positive Entwicklung von Einzelnen, von Teams und Führungskräften gezielt zu fördern. Caritas GROW hat dafür viele Antworten und Lösungen.

Key Takeaway: Wenige außergewöhnlich talentierte Sportler, Wissenschaftler, Künstler genügen sich selbst. Der Große Rest von uns braucht die Gemeinschaft, um private und berufliche Ziele erreichen zu können. Wenn es eisig kalt wird, rücken die Pinguine näher zusammen und jeder muss mal weiter draußen stehen. Das fürsorgliche und faire Miteinander ist dabei für alle Überlebensgarant, auch wenn nicht jeder Pinguin denselben Beitrag dazu leisten kann.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema und über sich selbst erfahren wollen, nutzen Sie die persönlichkeitsbildenden caritasGROW-Angebote (www.caritas-grow.de).

Ihr

Dr. Stefan Gerhardinger