Wussten Sie eigentlich …
… dass psychologisch betrachtet die menschliche Freiheit im Spalt zwischen Reiz und Reaktion liegt? Automatismen ersparen Zeit und Denkenergie, können aber bei veränderten Umgebungsbedingungen gewaltig in die Irre führen.
Dynamische Lebensziele
Lebensziele geben unserem Dasein Richtung und Motivation. Sie dienen der Selbstverwirklichung. Typische Schwerpunkte sind Gesundheit und Wohlbefinden, finanzielle Unabhängigkeit, Karriere, Erlebnisse und Erfahrungen wie Reisen, in Familie und Freundschaften investieren und persönliche Weiterentwicklung. Um die eigenen Ziele zu definieren und dauerhaft zu verfolgen, helfen strukturierte Überlegungen und bewusste Gewohnheiten. In ihrem Buch Tiny Expiments propagiert Anne-Laure Le Cunff einen Paradigmenwechsel, denn unsere moderne Welt ist zu wankelmütig und schnelllebig für lineare Endziele geworden. Eine Dynamisierung von Lebenszielen erfordert vielerlei: Verabschieden Sie sich vom Zielliniengedanken, wer nur auf ein Endziel fokussiert, versäumt die vielen Möglichkeiten der Aktualität. Distanzieren Sie sich von einengenden inneren Regieanweisungen, bewahren Sie sich Offenheit und Neugier. Sicherheit entsteht durch Aktion, transformieren Sie daher Ihre Zweifel in Experimente. Schließen Sie mit sich selbst einen klaren Handlungs-Pakt. Wechseln Sie von Chronos (Quantität der Zeit) zu Kairos (einzigartige Qualität des Augenblicks). Die Tiefe der Erfahrung wird wichtiger sein als die Geschwindigkeit der Zielerreichung. Wenn Sie auf der Stelle treten, können Sie das als Prokrastination bezeichnen. Es kann aber auch ein sehr wichtiger Hinweis sein, dass die rationalen Ansprüche nicht mit den emotionalen Bedürfnissen und praktischen Fähigkeiten im Einklang sind. Erlauben Sie sich bei mancher Zielerreichung gutes Mittelmaß statt Perfektion, dann bleibt mehr Energie für Ihre wichtigsten Ziele. Bevorzugen Sie Wachstumsschleifen. Bleiben Sie selbstreflexiv, metakognitiv, sich selbst eine Drohne und nutzen Sie Ihre Erkenntnisse zur Neukalibrierung. Lassen Sie sich von Beispielen anderer inspirieren. Nur das Altbewährte zu recyclen, raubt zu viel Entwicklungspotential. Statt dem posthumen Vermächtnis empfiehlt sich Generativität, machen Sie auf sich und andere im Hier und Jetzt einen guten Eindruck.
Key Takeaway:
Der Motivations- und Verkaufsexperte Zig Ziglar beschreibt neun praktische Schritte zur Zielerreichung: In einem Wunschblatt zunächst alle Träume, Wünsche und Ziele notieren; den Grund für das jeweilige Ziel beschreiben; sich Fähigkeiten und Wissen aneignen; Kooperationspartner ermitteln; echte Ziele von bloßen Phantasien unterscheiden; den Ausgangspunkt bestimmen; Hindernisse auflisten; strukturierter Fahrplan; jedem Ziel eine Frist setzen.
Wenn Sie mehr zu diesem Thema und über sich selbst erfahren wollen, nutzen Sie die persönlichkeitsbildenden caritasGROW-Angebote (www.caritas-grow.de).
Ihr
Dr. Stefan Gerhardinger
