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Wussten Sie eigentlich …

… dass laut Statistischem Bundesamt 2024 24,1 % aller Erwerbstätigen von zu Hause aus gearbeitet haben? Zur Effektivität von Homeoffice ist die Studienlage uneindeutig. Umgebungsbedingungen und Selbstführung machen Unterschiede

Die erlernbare Kunst der Mitarbeiterführung

In zahlreichen Tätigkeitsbereichen ist Homeoffice nicht denkbar, etwa bei den Kernaufgaben in der Pflege, in der Gastronomie, im Nah- und Fernverkehr, bei Polizei, Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen, Müllabfuhr und vielen Branchen mehr. Homeoffice steigert die Mitarbeiterzufriedenheit, führt zu einer verbesserten Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben, der sogenannten Work-Life-Integration. Andererseits fehlt im Homeoffice die menschliche Begegnung. Das kann manche Konflikte beruhigen oder schlichtweg nur vermeiden. Im One-Wo/Man-Team verblasst wichtige Resonanz. Das Gefühl von Zugehörigkeit kann verloren gehen und dem Betriebsklima und der Teamkultur kann es nicht förderlich sein, wenn weniger daran mitgestalten. Immer heterogenere Teams zu führen, fordert die Kompetenzen der Führungskräfte intensiv. Heterogen sind Teams nicht nur, weil sie zu verschiedensten Zeiten an verschiedenen Orten arbeiten. Diversity wird auch zur Herausforderung, weil Arbeitnehmergenerationen in ihren Haltungen und Ansprüchen offenbar immer weniger Schnittmengen finden. Weil die Welt immer vielfältiger, unbeständiger und dynamischer wird, kann ein moderner Führungsstil nicht nur aus Anweisung und Kontrolle bestehen. Der Hammer bleibt als Arbeitsmittel unersetzlich, es bedarf aber immer mehr des Feinwerkzeugs. Und es braucht gereifte Persönlichkeiten, die eben diese Tools auch zielführend einsetzen können. Neben Fingerspitzen- und Bauchgefühl bedarf es eines klaren Stils und gut beherrschter Tools. Führung in Zeiten des Wandels erfordert hohe emotionale Intelligenz, klare Kommunikation und Anpassungsfähigkeit. Führungskräfte müssen Stabilität und Vertrauen vermitteln, indem sie authentisch auftreten, Ängste ernst nehmen und Mitarbeitende in den Wandel einbeziehen (Co-Creation). Teams müssen zur Selbstorganisation befähigt werden. Ein proaktiver, wertschätzender Führungsstil fördert Innovation, Resilienz und die Fähigkeit, Unsicherheit erfolgreich zu bewältigen. Agile Führung ist das Konzept der Jetztzeit. 

Key Takeaway:

Wirklich gute Führung ist ganz oft nicht direkt bemerkbar, aber sehr wirkungsvoll. Wenn Baupläne, Abläufe, Zutaten und Sicherungsvorkehrungen stimmen, führen sich Systeme oft wie von selbst. Durchschnittliche Führungskräfte spielen Dame, sie reagieren im überschaubaren Rahmen. Wirklich gute Leader spielen hingegen Schach. Sie sind proaktive Strategen, können komplexe Situationen lesen, Probleme antizipieren, überraschende, gewinnbringende Züge bieten.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema und über sich selbst erfahren wollen, nutzen Sie die persönlichkeitsbildenden caritasGROW-Angebote (www.caritas-grow.de), insbesondere den Workshop „Führungskompetenz-Booster“ am 15.04.2026 und unser „Führungskräfteentwicklungsprogramm“ (Start: 23.09.2026).

Ihr

Dr. Stefan Gerhardinger