Wussten Sie eigentlich …
… dass Soziopathen zwischen 1 und 4 % der Bevölkerung ausmachen. Normen, Gesetze und Rechte anderer werden ohne Schuldbewusstsein, Empathie oder Reue missachtet, Impulsivität, Reizbarkeit und Verantwortungslosigkeit regieren.
Meine Kollegen: Fluch oder Segen?
Im Lebensraum Arbeitsplatz verbringen viele Beschäftigte 8 Stunden täglich, an 5 Tagen pro Woche und das etwa 200 Tage im Jahr mehr oder weniger intensiv mit ihren Kollegen. Ein Kollegium ist damit fast eine zweite Familie. Kollegialität lebt von latenten Normen wie fachlicher Kompetenz, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Hilfsbereitschaft, Fairness, Loyalität, offener Kommunikation, Vertrauen und gegenseitigem Respekt. Die Bereitschaft Danke zu sagen, ist ganz wichtig. Sich bilateral fachliche und emotionale Unterstützung zu geben, erleichtert die Zusammenarbeit und schafft eine positive Arbeitsatmosphäre. Der perfekte Kollege ist eine Idealvorstellung. Zu Viele beweisen sich durch Ellbogenmentalität, haben ständig miese Laune, glänzen durch Distanzlosigkeit und Grenzüberschreitungen, verbreiten Gerüchte, antworten monatelang nicht auf E-Mails und heimsen Erfolge anderer zum eigenen Vorteil ein. Diese „me first“-Grundüberzeugung hat ja weltpolitisch potente, aber sicher schlechte Vorbilder. Manche Kollegen sind schrullig, schwierig oder auch toxisch. Je nach Intensität können Typen wie Blender, Bürokrat, Choleriker, Diva, Intrigant, Karrierist, Kumpel, Opfer, Parasit, Pedant, Routinier, Schleimer, Streber, Tratschmaul, Wirbelwind, Zicke, Zweifler zum manifesten Problem werden. Despektierlich wird das auch als Bahlsen-Syndrom beschrieben: „Einen an der Waffel haben und anderen auf den Keks gehen.“ Es gibt bewährte Führungskräfteentwicklungsprogramme, aber auch Mitarbeiterentwicklungsprogramme scheinen immer notwendiger zu werden. Mal ehrlich: Was erwarten Sie von Ihrem Kollegium? Was können Sie an kollegialer Qualität anbieten?
Key Takeaway:
Es mag ja sein, dass gemäß Sartre die Hölle die andern sind. Im Umgang mit belastenden Kollegen helfen vielerlei Soft Skills, wie etwa die Fähigkeit effektiv kommunizieren und interagieren zu können, Konfliktkompetenz, Stressmanagement, Emotionsregulation und eine gute Selbstbehauptung. Teamentwicklung, Supervision und Mediation sind ggf. das Mittel der Wahl.
Ihr
Dr. Stefan Gerhardinger
