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Wussten Sie eigentlich …

… dass laut einer Studie der Duke University mindestens 45% des Wachverhaltens gewohnheitsmäßig ablaufen? Wir glauben verantwortungsbewusst zu handeln und werden dabei zur Hälfte von Entscheidungen unseres Unbewussten geführt.

Habit Coaching

… nennt Michael Bungay Stanier sein erfolgreiches Werk. Sein Credo lautet kurz: Weniger sagen und dafür mehr fragen. Effektive Mitarbeiterführung wird oft dadurch behindert, dass Führungskräfte Alleinentscheider sind und damit in Gefahr geraten, als eine Art Flaschenhals die Produktivität der Mitarbeiter zu behindern. Führungskräfte sind häufig überlastet und verlieren in der Notwendigkeit des Tagesgeschäftes oft eine angemessene Priorisierung, wonach das Wichtige Vorrang vor dem nicht wirklich Dringlichen haben sollte. In der Arbeitswelt 4.0 sind Führungskräfte die Coaches ihrer Mitarbeitenden. Ehe die richtigen Coaching-Fragen gestellt werden, sind die eigenen Gewohnheiten kritisch zu prüfen. Neue, effizientere Verhaltensmuster erfordern ein Analysieren alter Gewohnheiten und damit auch das Erkennen von Triggern, die verantwortlich für eben diese Gewohnheiten sind. Hat die Führungskraft das eigene Gewohnheitsset einem Update unterzogen, kann das tägliche 10-Minuten-Coaching der Mitarbeiter starten. Dazu empfiehlt Stanier folgende sieben einfache Fragen: 1) Die Kickstart-Frage: „Was beschäftigt Dich gerade?“ 2) Die magische Frage nach Optionen: „Und was sonst noch?“ 3) Die Fokusfrage: „Was ist für Dich die wirkliche Herausforderung?“ 4) Die Frage nach den grundlegenden Bedürfnissen: „Was brauchst Du?“ 5) Die Frage nach dem Weg voran: „Wie kann ich dir helfen?“ 6) Die Frage nach der richtigen Strategie: „Wozu sagst du nein?“ „Was soll oder muss alles nicht getan werden?“ 7) Die Lern-Frage: „Was war für Dich an diesem Coaching am hilfreichsten?“ Stanier bietet in seinem sehr kompakt gestalteten Buch viele Praxisbeispiele und wissenschaftlich abgesicherte Begründungen für sein Vorgehen. Wir gewöhnen uns an Gewohnheiten, halten sie unkritisch für selbstverständlich. Gewohnheiten sind bequem, somit fällt es schwer, sich 

Vertrautes abzugewöhnen. „Sich selber treu bleiben ist eine beliebte Devise für Gewohnheitsmenschen“ (Eugene Ionesco).

Key Takeaway:

Habit Coaching ist nicht nur für Führungskräfte reserviert. Mal ehrlich: Was würden Sie an Ihren Gewohnheiten schon lange gerne verändern? Nutzen Sie die genannten sieben Fragen zum Selbstcoaching. Finden Sie Auslöser und Belohnungen für bisheriges Verhalten, Gewohnheiten entstehen aus guten Gründen. Machen Sie sich bewusst, wie Ihre soziale Umgebung von Ihren neuen Gewohnheiten profitieren kann. Und dann heißt es: üben, üben, üben.

Ihr

Dr. Stefan Gerhardinger