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Wussten Sie eigentlich …

… dass Sensibilität prinzipiell die Fähigkeit zur Empfindung ist? Besonders sensible Menschen haben eine hohe Aufnahmebereitschaft für Signale und eine besondere Feinfühligkeit. Eine gesteigerte Sensibilität nennt man Idiosynkrasie.

Zur Psychologie der Sensibilität

Sensibilität ist eine grundlegende menschliche Eigenschaft und beschreibt die Fähigkeit, Informationen über die Umwelt wahrzunehmen und zu verarbeiten. Diese Empfindsamkeit ist damit zunächst neutral zu betrachten. Im alltäglichen Sprachgebrauch rücken empfindliche Menschen eher in den suspekten Bereich. Wenn wir sagen, „der oder die ist aber empfindlich“, so meinen wir damit eher selten rein Positives. Grundsätzlich lässt sich die Menschheit dreiteilen, in wenig-, mittel- und hochsensible Charaktere. Hochsensible werden als „Orchideen“ beschrieben, die viel Pflege benötigen, aber auch schön gedeihen. Die „Tulpen“ liegen im mittleren Bereich. Menschen mit geringer Empfindlichkeit gelten als „Löwenzahn“, sie sind robust und können überall wachsen, profitieren aber auch weniger von positiven Erfahrungen. Sehr Sensible haben außergewöhnlich feine Antennen für die Stimmungen ihrer Mitmenschen, bemerken mehr Details als andere, reagieren empfindlicher auf die alltäglich auf uns einprasselnden Reize, haben starke Gefühle und sind näher am Wasser gebaut. Wenn Sie einige der folgenden Eigenschaften bei sich erkennen, zählen Sie zu den Sensiblen. Wenn Sie sehr viele und diese sehr intensiv bei sich wahrnehmen, zählen Sie zu den Hochsensiblen: Empathie, Intuition, Emotionalität, Ästhetik, Nachdenklichkeit, Tiefgründigkeit, Sanftmut, Kreativität, Gewissenhaftigkeit, Verletzlichkeit, Streben nach Nähe, Achtsamkeit, Harmoniebedürfnis, Fürsorge, Rücksicht auf die Bedürfnisse und Gefühle anderer, Respekt, Anpassungsfähigkeit, Intensität, Rückzugsneigung, Empfänglichkeit, Inspiration, Gefühlstiefe, Analysefähigkeit, Menschenfreundlichkeit, Authentizität, Spiritualität, Introspektion, Träumerei, Naturverbundenheit, Geduld, Beobachtungsgabe, überlegtes und besonnenes Handeln und Entscheiden, Verständnis, Bescheidenheit, Loyalität, Leidenschaft und Hingabe für persönliche und berufliche Ziele, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit in Beziehungen und Verpflichtungen. Mal ehrlich: Sind Sie ein Sensibelchen? Und wenn ja, in welchen Bereichen?

Key Takeaway:  

Hochsensible haben eine erhöhte Wahrnehmung und eine vertiefte Verarbeitung und damit eine gute Anlage, um sehr erfolgreich als Berater, Künstler, Therapeut, Coach oder Wissenschaftler sein zu können. Um im Leben wirklich erfolgreich zu sein, braucht die Sensibilität einen wachsamen, robusten Begleiter. „Zuviel Sensibilität darf man sich nicht leisten. Der Mensch ist wie der Käse: Er muss eine Rinde haben, sonst geht er kaputt (Brendan Behan).“

Ihr

Dr. Stefan Gerhardinger