Wussten Sie eigentlich …
… dass Pessimismus keine Krankheit ist, sondern eine Grundhaltung, die sich in verschiedenen Emotionen wie Trauer oder Hoffnungslosigkeit äußern kann? Weitreichender Pessimismus kann auch ein Symptom einer Depression sein.
Was trägt uns, wenn alles wankt?
Die Studienlage zeichnet ein konsistentes Bild: Positiv denkende, zuversichtliche Menschen haben eine höhere Lebenserwartung und mehr Erfolg im Beruf, sie sind insgesamt zufriedener. Entscheidend ist, dass es sich um funktionalen Optimismus handelt. Demnach wird die Zukunft generell eher zartrosa eingefärbt. Es erfolgen aber auch sehr konkrete Aktionen, um die gewünschte Entwicklung bewusst positiv zu gestalten. Man könnte das auch aktiven, handlungsbereiten Optimismus nennen. Gefährlich kann ein blinder oder zumindest naiver Optimismus werden, wonach z.B. im unerschütterlichen Glauben an die eigene Unversehrtheit wichtige Vorsorgeuntersuchungen ausbleiben. Das wird die Lebenserwartung nicht unbedingt verlängern. Eine unkritische „es wird schon gutgehen-Haltung“ resultiert auch in der persönlichen Prämisse „Warum sollte man einen Fahrradhelm aufsetzen, wenn man bislang noch nie vom Rad gefallen ist?“ Wie bei allen Persönlichkeitseigenschaften gibt es auch beim Optimismus eine genetische Veranlagung, der größere Teil aber entsteht durch Umgebungsbedingungen, Erziehung, Lernerfahrungen und bewusste Entscheidungen. Optimismus ist eine zentrale Säule im Resilienz-Konzept. Resilienz ist das Immunsystem unserer Seele, dass uns Stehaufmännchenqualitäten verschafft. Niemand ist unkaputtbar, aber resiliente Menschen können eher aus eigener Kraft wieder aufstehen, sich aufrichten. Hilfreich dabei ist es, auf gut bewältigte Krisen zurückblicken zu können und wiederholt die Erfahrung guter Selbstwirksamkeit zu machen. Sich selbst vertrauen, den eigenen Wert kennen und sich mit guter Selbstfürsorge begegnen sind Fundamente der Resilienz. Ein gutes Standing haben und gleichzeitig flexibel sein können, achtsam sein und improvisieren können, auch mal das Unvermeidliche akzeptieren, neugierig sein und das größere Ganze, den übergeordneten Sinn im eigenen Dasein sehen können, helfen in immer wackeligeren Zeiten.
Key Takeaway:
Schützen Sie sich vor Schadstoffen. Meiden Sie Schwarzseher, Katastrophenvorbeter, bekennende Misanthropen, habituelle Opfer. Diese Negativisten haben zwar nicht vollkommen Unrecht, liegen aber in der Gesamtweinschätzung nicht mittig. Pragmatisch gedacht ist es nicht hilfreich, das Leben jeden Tag schwarz aus- oder anzumalen. Das kostet Energie, die für positive Aktionen fehlt. Wichtig ist auch sich bewusst zu machen, was jeden Tag an möglichen Katastrophen nicht passiert.
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Die Minutenpsychologie wünscht Ihnen ein Frohes Osterfest!
Ihr
Dr. Stefan Gerhardinger
