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Wussten Sie eigentlich …

… dass laut dem Gallup Engagement Index Deutschland 2025 77 Prozent nur eine geringe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber hatten. Laut Studienleiter Marco Nink ist das kein Einstellungs-, sondern ein Führungsproblem.

Hamsterrad – Perfektionismusfalle – Burnout!

Immer mehr Menschen reduzieren, ob bewusst oder zwangsläufig, ihr berufliches Engagement, machen Dienst nach Vorschrift oder driften in die innere Kündigung. Brownout firmiert mittlerweile als Vorstufe zum Burnout, worin die zentrale Frage nach dem „Wofür mache ich das alles?“ immer drängender wird. Ob Wear-Out, Bore-Out oder klassisch Burnout, die persönlichen, betriebs- und volkswirtschaftlichen Kosten sind sehr hoch, zu hoch. Auch in der ICD-11 wird Burnout keine eigenständige Krankheit sein, sondern wird unter QD85 als arbeitsbedingtes Phänomen definiert. Es handelt sich um ein Syndrom aufgrund von nicht bewältigtem, chronischem Arbeitsstress, das durch Energielosigkeit, emotionale Erschöpfung, mentale Distanz/Zynismus zur Arbeit und reduzierte Leistungsfähigkeit gekennzeichnet ist. Es ist damit ein Faktor, der den Gesundheitszustand beeinflusst. In seinen Ursprüngen war Burnout auf die sozialen Berufe kapriziert, galt despektierlich als „Krankenschwesterkrankheit“, dann wurde das Konzept ausgedehnt auf Rentner, Hausfrauen und später auch Sportler. Jetzt erfährt es also wieder eine Eingrenzung. Trennscharfe Klarheit ist damit noch immer nicht gegeben. In der Praxis erscheint Burnout oft als Vorstufe, als komplizierender Faktor, als beruflich beschreibbare Variante oder auch als Edelvariante der Depression. Mal ehrlich: Ist Ihr Leben eine selbstgewählte Olympiade? Wollen Sie der Held der Arbeit sein und bleiben. Geben Sie alles und haben dann nichts mehr, plündern Sie Ihr Ich aus? Burnout-Prävention heißt, sich Auszeiten gönnen durch geblockte Zeiträume ohne Arbeit oder Stress; das eigene Pensum verringern, anstatt ständig anwachsender to-do-Listen; positive soziale Kontakte nutzen, d.h. Menschen, bei denen man auftanken kann anstelle von Energievampiren; sich Zeit für gesunde Mahlzeiten nehmen; in Quantität und Qualität gesunder Schlaf; regelmäßige bewusste und aktive Entspannung; auf Alkohol, Nikotin, Drogen verzichten.

Key Takeaway:

Alle Veränderungs-Maßnahmen erfordern Energie und Zeit und setzen eine bewusste innere Entscheidung voraus. Wer B wählt, muss in der Regel von A Abstand nehmen. Bei diesem Change sind unerbittliche innere Programme oft entscheidende Status-Quo-Zementierer. Entscheiden Sie selbst, wo die Reise hingehen soll oder aber überlassen sie diese Entscheidung ggf. einem Burnout. Nutzen Sie das Maslach Burnout Inventory zum Selbstcheck (www.hilfe-bei-burnout.de).

Wenn Sie mehr zu diesem Thema und über sich selbst erfahren wollen, nutzen Sie die persönlichkeitsbildenden caritasGROW-Angebote (www.caritas-grow.de), insbesondere den Workshop „Burnoutprophylaxe“ am 22.04.2026. 

Ihr

Dr. Stefan Gerhardinger